Serigraphie

Serigraphie setzt sich zusammena aus dem lateinischen Wort sericus für seiden, aus Seide und dem griechischen Wort graphein für schreiben, zeichnen und bezeichnet nichts anderes als das Verfahren des Siebdrucks, wobei das Sieb früher aus Seide gefertigt war.

Heute werden die Siebe schon lange aus Hochleistungsmaterialien gefertigt. Der Name Serigraphie hat jedoch für Kunstdrucke weiterhin Bestand, wahrscheinlich, um die besondere Qualität und Feinheit von Siebdrucken hervorzuheben.



Warum ist der Siebdruck so geeignet für Kunstdrucke? Einerseits ist der immer noch ziemlich handwerkliche Vorgang des Siebdrucks in der Lage, durch den Einfluss des Druckers feinste Nuancen herauszuarbeiten. Zum anderen ist es möglich, durch Wahl des Gewebes (Abstand der „Löcher“ im Sieb) und des Druckes des Rakels (Druck, mit dem die Farbe durch das Sieb gedrückt wird) Farbstärken sehr individuell zu unterscheiden.

Darüber hinaus können unterschiedlichste Farben – lasierend bis deckend, matt oder glänzend – eingesetzt werden. Nicht zu letzt ist es wohl auch die in Siebdruckereien sehr geübte Praxis der invididuellen Farbanmischung der das Treffen von Farbtönen, die aus dem künstlerischen Schaffensprozess entstanden sind, und nicht einer Pantone-Definition folgen, welche stark geschätzt wird. Das Entstehen einer Graphik bzw. Serigraphie ist in sich ein ebenfalls sehr künstlerischer Prozess, der beginnt, sobald der künstlerische Entwurf vorliegt.

Dann arbeitet man an der Reproduktion durch den Siebdruck und versucht, durch die Bandbreite der zur Verfügung stehenden Mittel – Farbauftrag, Lacke, Überdruckung, Farbarten etc. – dem Entwurf zu entsprechen.

Hierbei spielt die am Anfang stehende Digitalisierung des Entwurfs eine besondere Bedeutung. An dieser Stelle werden die einzelnen Farbgänge (nicht selten bis zu 12) festgelegt und die Reihenfolge bestimmt. Und dann beginnt ein Prozess von Trial and Error, bis man die volle Zufriedenheit des Künstlers erzielt hat. Nicht selten passiert es, dass im Druckverfahren ein Effekt ungewollt auftritt, der eine starke künstlerische Strahlkraft entwickelt, so dass man sich für diesen Druckfehler entscheidet und ihn in die Graphik integriert.

Aus diesem Grund haben Künstler ein so großes Interesse daran, bei den Andrucken dabei zu sein, und Einfluss zu nehmen.

Klenke hat sich einen Namen gemacht im Bereich von Graphiken für Editionen, Plakate und Kunstkalender.


Thomas Lutterkordt
Kundenbetreuung und Beratung

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